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E mü összefüggésében a releváns szempontok
sokszorosan keverednek egymással. Mult és
jelen egymástól eltérő evidens tartalmai,
a "két századforduló" szellemi
történései, a társadalmi makrodimenziókkal
foglalkozó tudományok forradalmainak több
hulláma, a nemzetként definiált nagycsoport
történelmének fordulatai, funkció- és strukturaváltozásai,
valamint a fogalommal és a konkrét csoporttal
minden esetben (de nem minden esetben azonos
iránnyal és tartalommal) együttjáró politikai
dimenziók egyként kritikusan nehezitették
e "csoport" problémátlan beillesztését
a szociológia tudományának tárgyai közé.
Politikailag kélnyes, de egyben politikai
magáóértetődés a legtöbb réteg számára -
ez ia a tárghyi szingularitás regyik eleme
E tematika minden korszakban és minden lényeges
perspektivában ujra aktualizálódó politikai
szenzibilitása éles ellentétben áll tehát
ugyanennek a problémakörnek a mindennapi
tudatban szinte változatlanul magas szinten
megjelenő természetességével, magátólértetődőségével,
a posztmodern nyelvén megfogalmazva, a nemzeti
diskurzus kimerithetetlen vitalitásával.
Ez a kettősség már önmagában is szélsőségesen
komplexxé teszi a nemzet-problémát, mint
tudományos tárgyat, s még csak mind ehhez
jönnek a sajátosan tudománylogikai nehézségek,
amelyeknek eredete mindenekelőtt a szociológiai
kiterjesztés lehetetlenségére, azaz a nemzet,
mint a szociológia természetes tárgya megfogalmazásának
lehetetlenségére vezethetők vissza.
A nemzet diskurzusát ez az alaphelyzet kezdettől
fogva meghatározta, különösen aktuálissá
vált azonban a mult század utolsó éveitől
kezdve. Az emancipativ tudományosság e nagy
évtizedei ugyanis kézzelfogható közelségbe
hozták a par excellence tudományos diskurzus
korlátlan kiterjeszthetőségét a tárgyi szférák
mindegyikére, miközben ez a holnapra már
valóra váltható utópia ráadásul még azt a
reményt is felcsillantotta, hogy a makulátlan
tudományos megközelités segithet feloldalni
az ebben a diskurzusban rejlő számos hatalmas
feszültséget, igy a politikai szenzibilitás
és a diskurzus megtörhetetlen vitalitása
közötti feszültséget is.
Der Diskurs einer nur latent existierenden
wissenschaftlichen Sprache vermischt sich
unaufhörlich mit den verschiedensten und
im breitesten Sinne verstandenen politischen
Sprachansaetzen.
Auf eine einmalige Weise wird die Bedeutung
von Fouillée's Versuch einer "Psychologie
der französischen Nation" (die ja ohne
grössere Schwierigkeiten zu einer "Psychologie
der Nation" erweitert werden könnte)
dadurch erhöht, dass Fouillée einer der ausgezeichnetsten
französischen Sozialwissenschaftlern ist,
die eine wahre Pionierarbeit in der Ausarbeitung
der Methodik und der Methodologie der Sozialwissenschaften
geleistet haben. Diese Wissenschaftler, wie
beispielsweise Durkheim, Guyot, Tarde, standen
an der unter dem Aspekt der Wissenschaftslogik
allergünstigsten Stelle der Wissenschaftsentwicklung.
Sie waren (in Frankreich) die führenden Repraesentanten
der Sozialwissenschaften, denen es gegeben
war, eine kürzlich vollzogene wahre wissenschaftliche
Revolution als (von ihrem Zeitalter tatsaechlich
als solche anerkannte) wirkliche Pioniere,
als Gründergestalten in ihren eigenen Wissenschaften
einzuführen, bzw. zur Geltung zu bringen.
Ohne argumentative Unterstützung sei zu all
dem noch hinzugefügt, dass diese theoretische
Diskussion, durch welche die neue (einheits)wissenschaftliche
Vision des kritizistischen Positivismus von
ihren philosophischen Ausgangspunkten in
die einzelnen Wissenschaften hineingedrungen
ist (und in vielen Faellen in diesem Zuge
der Dynamik gleich neue Wissenschaften gründete)
wohl die bedeutendste Methodendiskussion
aller Zeiten gewesen ist. Dass Alfréd Fouillée
diesen ausgezeichneten wissenschaftlichen
Augenblick für die methodische Begründung
gerade einer vollkommen bewussten und den
Erwartungen der progressivsten Wissenschaftlichkeit
voll entsprechenden Rekonstruktion der "Nation"
in Anspruch nahm, erhöht nur die Bedeutung
seines Unternehmens.
Der Positivismus im Rahmen der oben geschilderten
wissenschaftlichen Revolution wurde zunaechst
zum kritizistischen Positivismus wurde (was
so viel heisst, dass er in seine Prinzipien
die des philosophischen Kritizismus aufgenommen
hatte) und dann bei vielen Vertretern dieser
Richtung aus diesem kritizitischen Positivismus
ein perspektivistischer-kritizistischer Positivismus
geworden ist (wofür gleich auch Alfred Fouillée
einige schöne Beispiele liefert). Uns scheint,
der oben schematisierte Weg der Wissenschaft
in nuce die wesentlichsten Tendenzen auch
der von Alfred Fouillée in Anspruch genommenen
Wissenschaftslogik wiedergeben kann.
Es ist gleich ein Moment des philosophisch-szientivischen
Perspektivismus, der nicht nur Fouillée's
Auffassung der Gesellschaft im allgemeinen
auszeichnet, sondern auch in seiner Konstitution
des Gegenstandes "Nation" eine
bestimmende - und im Gegensatz zu den üblichen
Anschauungsweisen der Soziologie - spezifische
Rolle spielt. Indem naemlich Fouillée die
sogenannten "Ideenkraefte" ("idée-force")
in den Mittelpunkt seiner "soziologischen"
Anschauung stellt, findet er damit gleich
ein heuristisches Element, welches einen
spezifischen Zug der Nation als "Gruppe"
gegenüber anderen (eher von der Soziologie
eher als eigenen Gegenstand angesehenen)
Gruppen darstellt. Waehrend eine auf die
übliche Weise "soziologisch" kategorisierte
Gruppe als "neutraler" und nicht
in ihren "Ideenkraeften" anvisierter
Gegenstand erscheint, dürfte eine Definition
der Nation ohne dieses Element ab ovo nicht
korrekt sein, da die Nation ein Gegenstand
ist, der gleichzeitig für seine Konstitution
und Reproduktion gerade "Ideenkraefte"
mobilisiert. An dieser Stelle, man dürfte
sicher sagen, schon an dieser Stelle, waeren
aber bereits zwei prinzipielle Bemerkungen
zu machen. Erstens waere die These über die
"Ideenkraefte" bei weitem nicht
mit jenen neueren, vor allem nach 1945 und
- wie es kaum anders vorzustellen ist - auf
den unvorstellbar starken und komplexen intellektuellen
und theoretischen Druck des nationalsozialistischen
Phaenomens entstandenen Erklaerungsmodellen
identisch, die Nation als Kommunikationsgemeinschaft
zu beschreiben und zu definieren. Es liegt
in der Natur der Sache, dass es durchaus
vorstellbar ist, dass in gewissen Kontexten
die mobilisierenden Ideenkraefte und die
gemeinschaftlich ausgeführte Kommunikation
einfach zusammenfaellen, weder inhaltich,
noch methodisch waere aber diese Erklaerung
als Identitaet akzeptierbar. Zweitens erfolgt
bei Fouillée ein explizit kritizistisch-positivistischer
Erklaerungsversuch, welcher aber auch auf
eine legitime Weise soziologisch arbeiten
will es auch tatsaechlich tut. Denn die "ethnischen
Voraussetzungen" erscheinen als realkausale
Erklaerungen eben als Folgen, wenn nicht
Konsequenzen der physischen Aktion des Milieus,
wodurch die soziologische Kohaerenz zwischen
der Thematisierung der Nation und anderen
Thematisierungen voll hergestellt ist. Ebenfalls
kurz sei an dieser Stelle auch noch an die
allgemein bekannte, jedenfalls überhaupt
nicht voll erklaerte Tatsaeche hingewiesen,
dass im Interesse dieser frühen, kaum schon
paradigmatischen Soziologie eben die Problematik
des sozialen Handelns stand, was sich übrigens
auch in dieser Thematisierung der Nation
klar sichtbar wird. Um einen sehr wichtigen
Zusammenhang schon hier zu antizipieren,
gilt die Nation unter diesem Aspekt deshalb
so schwer zu definieren, weil die Nation
im eigentlichen Sinne des Wortes keine Institution
ist. Es heisst auch so viel, dass die Merkmale
eines statischen, strukturierten Bezugsrahmens
die Nation nie - wie eben der Staat oder
andere wirkliche Institutionen - ausstellen
kann. Die Nation, als Nation, versteht sich,
ist aber eine latente, eine virtuelle Institution,
die gelegentlich, aktuell realisiert wird.
Aus diesem Grunde trifft Ernest Renans Beschreibung
der Nation ins Schwarze. Denn das taegliche
Plebiszit ist gerade jener Akt, durch welchen
diese latente oder virtuelle Organisation
tatsaechlich realisiert wird und sie existiert
nur, wenn sie realisiert wird. Sei aber an
dieser Stelle auch noch so viel fixiert,
dass hier auch die genuinen Schwierigkeiten
des soziologischen Ansatzes über die Nation
sichtbar werden können. Die von vielen Akteuren
als unsichtbare oder virtuelle Institution
aufgefasste Nation ist letztlich keine Institution
würde die Nation als einen soziologischen
"Normalgegenstand" konstituieren.
Dies ist - vorlaeufig sei nur so viel gesagt
- nicht möglich. Es eröffnen sich aber auch
andere "soziologische" Möglichkeiten,
die einerseits sich makellos unter die Normalgegenstaendlichkeit
der Soziologie einordnen, andererseits aber
die Nation als Nation und als Gegenstand
gleichzeitig reduktiv auflösen. Hier sei
vorlaeufig nur der allerschaerfste Kontrast
aufgezeichnet: Waehrend die Nation als latente
Institution soziologisch nicht beschrieben
werden kann, laesst sich die soziologische
Gliederung einer Nation beschreiben, in deren
Ordnung die einzelnen soziologischen Gruppen
ihre eigenen Visionen über die Nation haben.
Im ersten Fall laesst sich also eine im spezifischen
Sinne virtuelle Realitaet nicht beschreiben,
waehrend im zweiten Fall eine Realitaet so
beschrieben werden kann, dass sich indessen
der Gegenstand als Gegenstand aufgelöst wird.
Gerade diese Farbe der Einsicht in die Aktualisierung,
bzw. Aktualisierbarkeit der Nation als virtueller
Institution macht auch Alfred Fouillées'
Bestrebungen so exzeptionell in unserem Bereich.
Als virtuelle Institution erweist sich die
Nation aber als eine, an der alle Einzelne
sich beteiligen, auch wenn diese Beteiligung
sich nicht nur auf jene Gebiete konzentriert,
von denen die Einzelnen es denken, dass diese
die relevantesten Gebiete dieser Beteiligung
sind.
Immer noch mit einer etwas modernisierten
Terminologie ausgedrückt entfaltet Alfred
Fouillée eine funktionale, pragmatische und
interaktionistische Anschauung. .Im Sinne
der virtuellen Institution wird Nation als
ein Komplex dargestellt, für welches eine
allgemeine Weise des Gefühls, der Wahrnehmung,
des Denkens und des Wollens charakteristisch
ist. Die gegenseitigen Aktionen der Individuen
ergeben ein gemeinsames, ein "kollektives"
Bild, welches dann für die Einzelnen gemeinsam
charakteristisch ist. Eine merkwürdige historisch
motivierte und verursachte Verschiebung laesst
sich jedoch in diesen wahren Grundzügen von
Fouillées Definition wahrnehmen. Etwas vereinfacht
gesagt, zeigt die sich stets aendernde historische
Perspektive, dass für Fouillée die oben angedeuteten
gemeinsamen Akte im wesentlichen problemlos
als subjektiv erlebbar gedacht worden sind,
waehrend dieselben etwa für die heutige Analyse
eher als objektiv, oder exakter als objektiviert
vorkommen.
Ungeachtet aber dieser historischen Verschiebung
umfasst Fouillées pragmatische und funktionale
Definition praktisch alle relevanten Facetten
dieser Einstellung. So erscheint die Nation
als eine soziologisch determinierte Gruppe,
ohne dass sich diese Soziologie illegitimerweise
mit der Soziologie anderer Gruppen mischen
würde. Der Nationalcharakter erscheint als
eine besondere Kombination von psychischen
Kraeften, die sich gegeneinander fortwaehrend
austauschen, welcher Austausch dann auf das
Innere der Individuen auswirkt. In diesem
gegenseitigen Austausch multiplizieren und
homogenisieren sich die Eindrücke und diese
gleichzeitige und aufeinander abgestimmte
Homogenisierung macht die einzelnen Individuen
in derselben Nation einander aehnlich. Es
ist jetzt der erste Ort in dieser Arbeit,
an dem wir den qualitativ wohl wichtigsten
Unterschied zwischen Fouillées "pragmatisch-funktionaler"
Definition der Nation und den erst nach 1945
sich artikulierenden "pragmatisch-funktionalen"
Definitionen beim Namen nennen können. Dieser
relevante (und im spaeteren mit immer neueren
Bestimmungen zuz versehende) Unterschied
besteht eben darin, dass die nach 1945 entstehenden
Definitionen ein kommunikativ-pragmatisches
Modell von soziologischer Provenienz auf
die Gesellschaft auch als Nation wie von
oben anwenden, womit sowohl der tautologische
Wahrheitswert wie auch letztlich die inadaequate
Anwendung und der Verlust der spezifischen
Züge der Nation als gesichert gelten kann.
Fouillée tut bei jeder scheinbaren Aehnlichkeit
etwas ganz anderes. Er baut das kommunikativ-pragmatische
Modell der Nation nicht von oben, sondern
von unten auf und verliert dabei die spezifischen
Züge einer Nation für keinen Augenblick aus
den Augen. Diese Richtung des Aufbaus "von
unten" garantiert es auch, dass Fouillées
Verfahren für keinen Augenblick zu einem
theoretischen Vorgehen im problematischen
Sinne wird, d.h. jedes Element dieses Ansatzes
letztlich ein klar nachvollziehbares, problemlos
verifizierbares Moment darstellen kann. Selten
wird sowieso auf dieses Moment hingewiesen.
Denn die beiden unterschiedlichen Ausgangspunkte
enthalten die Gefahr einer unbegründeten
theoretischen Verallgemeinerung, einer unsichtbar
ihre Wirkungs ausübenden Metaphysik oder
eines metaphysischen Residuums ebenfalls
unterschiedlich und es kann darüber kein
Zweifel bestehen, dass das Verfahren "von
unten" in dieser Hinsicht die viel vorteilhaftere
Position besitzt (1)
Jede gemeinsame Determination, die eine Nation
ausmacht, wirkt "momentenhaft",
jede kann realisiert werden und dann funktioniert
sie tatsaechlich (und funktioniert mit ihnen
auch die Nation), keine Determination, bzw.
keine Gruppe der Determinationen existiert
jedoch kontinuierlich und wird auf diese
Weise statisch-metaphysisch. Uns scheint
dieser Punkt von ausgezeichneter Wichtigkeit
zu sein. Nicht vor allem wegen Fouillée,
bzw. seiner Konzeption der Nation, vielmehr
wegen jener Meinungen, die es sich auf die
gegenteilige Art und Weise vorstellen. Der
Zusammenhang naemlich, der hier vorherrscht,
ist ein besonders schwieriger. Der Gegenstand,
um welchen es hier geht, ist die Nation,
scheinbar ein problemloser und von allen
leicht vorstellbarer Gegenstand, ein Gegenstand,
der schon zur Zeit der Abfassung dieses Buches
eher ein tradionelles und keineswegs ein
allzu modernes Objekt war. Der von Fouillée
(meisterhaft und den fortgeschrittensten
methodischen Idealen voll entsprechend) gehandhabtes
Verfahren konstitutiert diesen scheinbar
so problemlosen und selbstverstaendlichen
Gegenstand auf eine methodisch so komplizierte
Weise, was eine deutliche Spannung zwischen
der scheinbaren Problemlosigkeit des Gegenstandes
und der avancierten Methode markiert. Dies
kann - unter anderen hier ansprechbaren und
nicht weniger erklaerungsbedürftigen Phaenomenen
- erklaeren, warum hinter den beiden entgegengesetzten
Positionen über die Nation (wie auch über
die Modernisierung generell) nicht nur zwei
politische oder kulturelle, sondern auch
zwei erkenntnistheoretische oder kognitive
Positionen stehen können.
Die Konstitution der Nation erfolgt durch
das Aufweisen von einer allgemeinen Weise
des Gefühls, der Wahrnehmung, des Denkens
und des Wollens, von Elementen, die sich
in den gegenseitigen Aktionen und Interaktionen
realisiert aber auch in ihnen entwickeln
kann. Die gemeinsame Praxis, die miteinander
ausgeführten Interaktionen produzieren "kollektive
Bilder", die auch die Geschichte der
Nation mit einbeziehen. Wir können jedoch
sicher sein, dass sich auch diese historischen
Dimensionen sich in gegenwaertigen Interaktionen
verkehren. Die Hinwendung zur Geschichte
zeigt uns die wesentlichste wissenschaftstheoretische
und methodologische Eigenschaft Fouillée's
viel klarer es dies praesentistisch-gegenwartsorientierte
Momente illustrieren könnten. Diese Eigenschaft
verdankt Fouillée seiner eigenen Schule,
dem kritizistischen Positivismus oder dem
positivistischen Kritizismus. Sie kann sich
auch an die wohl problematischsten Gegenstaende
heranwagen, weil sie vor jeglicher Gefahr
einer Implementierung der metaphysischen
Gefahr geschützt ist. Fouillée kann - und
jetzt kommen wir zu unserem ursprünglichen
Ausgangspunkt zurück - mit dem ruhigsten
wissenschaftlichen Gewissen über historische
Bilder sprechen, die der Nation gemeinsam
sind, weil er durch eine ganze Reihe von
methodischen Vorkehrungen vor jeglicher Metaphysik
geschützt ist.
Uns scheint es doch, dass die soziologische
Interpretation der Problematik und der Gegenstaendlichkeit
der Nation von unveraenderter Anziehungskraft
einer nicht den eher trivialen Einstellungen
verpflichteten sozialwissenschaftlichen Methodik
oder theoretischen Gesellschaftsanalyse sein
muss. Und die Arbeit an Alfred Fouillée's
Konzeption kann uns zu einer Erkenntnis führen,
deren Bedeutung vielleicht auch noch über
die unmittelbare Bedeutung einer Rekonstruktion
hinausgeht und deren konsequente Weiterführung
die Chance für neue Interpretationsansaetze
versprechen kann.
Alfred Fouillée's "soziologischer"
Ansatz beschreibt eine Nation auf pragmatisch-funktionale
Weise. Dass es ein einwandfrei soziologischer
Ausgangspunkt versteht sich von selber. Gleichzeitig
aber erscheint die damals stark werdende
Soziologie auch im Kontext anderer Fragestellungen
auf diesem Plan. Es ist eher ein zufaelliger
Zuzsammenfall, dass wir in dieser Arbeit
und an dieser Stelle eben Max Weber nennen
können, nach dem die eigentlich "soziologische"
Fragestellung der Nation gerade diejenige
ist, die genuin "soziologische"
Problematik jener Schichten zu untersuchen,
die die Nation tragen, bzw. ausmachen. Dieser
Ansatz wird gleich sinnvoll, wenn man an
den unbezweifelbaren Tatbestand denkt, dass
jede Konzeption über die Nation, jeder "Nationalismus"
also, die Vision oder der Nationalismus einer
bestimmten und soziologisch zu kategorisierenden
Klasse, bzw. Gruppe ist. Bevor wir auf eine
etwas naehere Beschreibung der beiden Grundeinstellungen
eingehen würden, muss klar gemacht werden,
dass dadurch die soziologische Annaeherung
an die Nation von Anfang an zweigeteilt wird,
dass also mit der einen "soziologischen"
Konzeption" die andere "soziologische"
Konzeption gegenübersteht. Die diesem Tatbestand
entstammende Konsequenz und These ist, dass
man hypothetisch zumindest annehmen muss:
Die Erfolglosigkeit der Soziologie auf dem
Gebiet der Nation (ausser zahlreichen anderen
Komponenten, vetsteht sich von selber) folgt
aus der Tatsache, dass zwei, einander schaetzungsweise
aehnlich grosse soziologische Konzepte einander
gegenüberstanden.
Wie schon vorhin darauf hingewiesen worden
ist, kann man mit gutem Recht annehmen, dass
der soziologische Ansatz über die Nation
(neben anderen Faktoren, versteht sich von
selber) zum Opfer eines so gearteten, nichtsdestoweniger
sich in zahlreichen konkreten Erscheinungsformen
manifestierenden Begriffskonfliktes geworden
ist. Auf der einen Seite steht die moderne
Nation als Ganzes als ein mögliches Objekt
der Soziologie. Verschiedene Variationen
dieser strukturellen Position sind die pragmatisch-funktionalistische
Interpretation Alfred Fouillée's oder eben
die auch mit Fouillée in Verbindung zu bringende
Auffassung über die Nation als eine virtuelle
Institution, in welchem Zusammenhang auch
der real existierende und gegebenenfalls
sogar erfolgreiche Nationalstaat oder andernfalls
der erst für die Zukunft projizierte und
erst noch auszubauende Nationalstaat nur
unvollkommene Realisierungen der wahren und
klassischen
virtuellen Institution "Nation"
sind. Es ist höchst interessant, dass die
hier gemeinte virtuelle Institution auch
noch in Konzeptionen erscheinen kann, in
denen die Problematik der Nation und des
Nationalstaates mit übernationalen Integrationen
konfrontiert wird, dabei kann auch die Nation
als virtuelle Institution mit dem gleichen
Recht teilnehmen (2).
Der wohl artikulierte Begriffskonflikt zwischen
einer Soziologie der Nation als "virtueller
Institution" und einer Soziologie der
Nation als einer Rekonstruktion des jeweiligen
Nationalismus der einzelnen soziologisch
adaequat beschreibbaren sozialen Gruppen
zeigt aber auch eine weitere Schwierigkeit
jeglicher begrifflicher Deskription dieser
Sphaere. Dieser Begriffskonflikt entsteht
naemlich überhaupt nicht durch die verschiedenen
heuristischen Ansaetze der einzelnen Wissenschaftler
(und wenn sie eben durch sie entstanden waeren,
so ist es mit Notwendigkeit kontingent).
Dieser Begriffskonflikt (neben vielfachen
anderen, hier nur teilweise oder überhaupt
nicht berührten Begriffskonflikten) entsteht
in den allermeisten Faellen durch die unterschiedliche
Beschaffenheit des Gegenstandes (der Nation)
selber. Wenn man beim konkreten Fall bleibt,
so ist es klar, dass Fouillée's pragmatisch-funktionale
Beschreibung die französische Entwicklung
zum Ausgangspunkt nimmt, wie sehr es bei
ihm nicht intendiert und wie vielfach er
sich mit dieser Situation auseinandersetzt.
Wie eindeutig es der Fall ist, laesst sich
durch die Gegenprobe leicht nachweisen. Selbst
zur Zeit Fouillée's ist es die französische
Nation (Nationalstaat, Nationalismus, etc.)
die einzige, auf welche die pragmatisch-funktionale
Beschreibung voll zutrifft. Es laesst sich
aber ebenso leicht nachweisen, dass Max Webers
Ansatz (welcher, wie gesagt, für viele andere
steht), einen umfassenden und amorphen Nationalismus
auf seine soziologisch klar identifizierbaren
Traeger hin zu untersuchen, einen Fortschritt
im Kontext des nicht einmal noch soziologisch
beschriebenen und pragmatisch-funktional
wegen einfacher politischer Zwaenge und Beschraenkungen
nicht zu beschreibenden deutschen Nationalismus
ist (3). Mit anderen Worten: Alfred Fouillée's
Arbeit manifestiert einen der wesentlichsten
Begriffskonflikte, die unter anderen mit
Sicherheit verantwortlich dafür gemacht werden
könnten, warum es der Soziologie und den
modernen Sozialwissenschaften generell so
selektiv gelungen ist, die Problematik der
modernen Nation und des (ohne Wertdimensionen
verstandenen) modernen Nationalismus verstanden
zu haben (4). Gleichzeitig müssen wir nochmals
unterstreichen, dass zu diesen Begriffskonflikten
auch die einmalige gegenstaendliche Situation
wohl beigetragen hatte, dass die auf die
Beschreibung wartende Basis der einzelnen
Grundsituationen in Europa in dem Ausmass
unterschiedlich war, in dem die unterschiedlichen
gegenstaendlichen Bestimmungen (Existenz
oder Nichtexistenz der eigenen Staatlichkeit,
Existenz oder Nichtexistenz nationaler Kommunikation,
Gliederung oder amorpher Charakter der tragenden
Schichten der Nation, pro- oder antinational
eingestellte Machtelite, etc.) es einfach
unmöglich machen konnten, einheitliche soziologische
(oder generell: sozialwissenschaftliche)
Beschreibungen für diesen Problemkreis in
Anspruch zu nehmen. Wiederum mit anderen
Worten: Es wird immer wieder stets neu definiert,
es hat aber die Erklaerung, dass stets neue
heuristische Ansaetze auf immer andere national-gegenstaendliche
Komplexe angewandt werden (müssen), wobei,
wie es uns schien, die gegenstaendlichen
Differenzen einen grösseren Anteil in dieser
Vielfalt der Beschreibungen als die unterschiedlichen
heuristischen Ansaetze
haben. Weil aber der überwiegende Grossteil
der wissenschaftlichen Diskussion auf das
Nacheinander der stets wechselnden heuristischen
Ansaetze über eine als stets gleichbleibend
gedachte Gegenstaendlichkeit fixiert ist,
erscheint
auch die von der Diversizitaet der gegenstaendlichen
Sphaere verursachte Veraenderlichkeit als
eine der einander folgenden neuen wissenschaftlichen
Einstellungen (5).
LITERATUR:
Albertz, Jörg (Hrsg.), Was ist das mit Volk
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und Gegenwart. Berlin, 1992.
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Viewed by a Sociology of Scarcity. In: Balla,
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Nation, Culture. 65-104.
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die Sozialdemokratie. Wien, 1907.
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August Winkler (Hrsg.), Nationalismus. a.a.O.
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1910.
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Zur Geschichte der Bourgeosie im Frankreich
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des Karl Marx zum Vorlaeufer Hitlers: Eugen
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Lemberg, Eugen, Ideologie und Gesellschaft.
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Son évolution. Paris, 1908.
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Stagl, Justin, Volkskultur, Hochkultur, Nationalkultur.
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In: Rudolf Flotzinger (Hg.), Fremdheit in
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Wundt, Wilhelm, Die Nationen und ihre Philosophie.
Ein Kapitel zum Weltkrieg. Zweite Auflage.
Leipzig, 1915.
ANMERKUNGEN
(1) Es ist durchaus lehrreich zu studieren,
wie überlegen Fouillée's intellektueller
Apparat (der des kritizistischen Positivismus)
selbst im Vergleich zu Otto Bauer ist, der
zu seiner Zeit nicht nur auf der sozialdemokratischen
Seite als einer der hervorragendsten Theoretiker
dieser Thematik galt. Wir können diesem Vergleich
in dieser Arbeit nicht voll nachgehen, nichtsdestoweniger
markiert Bauers folgender Text die wichtigsten
Punkte des Vergleiches: "Hier handelt
es sich aber nicht etwa darum, zu bestimmen,
wie der inhaltlich bestimmte deutsche Nationalcharakter
entstanden ist, also etwa zu untersuchen,
welche Eigenschaften den deutschen Nationalcharakter
zusammensetzen und nun zu forschen wie jede
einzelne dieser Eigenschaften in der Geschichte
der deutschen Nation entstanden ist; sondern
es handelt sich uns nur darum, an dem Beispiel
der deutschen Nation zu zeigen, wie überhaupt
der Nationalcharakter ... durch die Überlieferung
der geschichtlich entstandenen Kulturgüter
bestimmt werden kann, wie wir ja auch bei
der Besprechung der Nation als Naturgemeinschaft
nicht die Entstehung irgend eines bestimmten
Nationalcharakters überhaupt durch die natürliche
Vererbung der im Daseinskampf angezüchteten
Eigenschaften verstaendlich zu machen suchten."
S. Die Nationalitaetenfrage und die Sozialdemokratie,
S. 22. Sperrung im Original. - Zu dieser
Fragestellung gehört auch, dass gerade diese
funktionalistische Definition ohne wesentliche
Schwierigkeiten mit jener unter anderen auch
für dir marxistische Soziologie charakteristischen
soziologischen Interpretation verbunden und
vermittelt werden kann, welche die Entwicklung
des Nationalstaats und des Nationalismus
mit der Entfaltung das Kapitalismus und der
liberalen Demokratie in unzaehligen Faellen
assoziierte. Hinter dieser trivialen Verbindung
sind aber die Momente der funktionalistischen
Anschauungsweise ebenfalls zu entdecken,
darüber ganz zu schweigen, dass die Variationen
der zeitlichen Ordnungen (des Nationalismus
und des Kapitalismus, vereinfacht gesagt)
gleich eine Typologie ausmachen könnten,
welche dann mit schon bereits bestehenden
Typologien mit grossem Nutzen zu vermitteln
waere. - Hierzu gehört ferner noch auch,
dass Interpretationen wie diejenige von Karl
W. Deutsch stellenweise wie eine ungewollte
Karikatur der funktionalen Beschreibung und
Interpretation erscheinen (s. beispielsweise
"Nation und Volk", a.a.O.). Da
erscheint der Funktionalismus als illegitime
und eindeutige Praesentmachung eines gleichzeitig
historischen und gegenwaertigen (praesentistischen)
Gegenstandes (wie eben die Nation es ist).
Dies ist aber mit einer gegenstaendlichen
Reduktion gleich, die nicht einmal "funktionalistisch"
legitimiert werden kann. Uns scheint, viele
Probleme dürften viel früher gelöst werden,
wenn so rein funktionalistische Definitionen
wie "Ein Volk...ist ein ausgedehntes
Allzweck-Kommunikationsnetz von Menschen"
("Nation und Volk", 50) richtig
waeren, uns scheint sogar, waere es einleuchtend,
so gaebe es überhaupt keine Diskussion über
diesen Gegenstand. In dieser Beleuchtung
kann aber auch unschwer demonstriert werden,
dass Alfred Fouillée seinen funktionalistischen
Ansatz niemals reduktiv handhabt.
(2) Es ist mehr als ein Zufall, dass es eben
Alfred Fouillée ist, bei dem die als virtuelle
Institution aufgefasste Nation durchaus faehig
gemacht wird, an übernationalen Formationen
teilzunehmen, mit anderen Worten, es wird
hier die Problematik der Nation mit derselben
der universalen Werte konfrontiert. S. A.
Fouillée, La démocratie politique et sociale
en France, a.a.O. ab 87. - Zu diesem sehr
interessanten Komplex (sozialwissenschaftliche,
bzw. soziologische Beschreibung der Nation
im Kontext einer unterhalb, aber auch einer
jenseits der Nationalstaatlichkeit liegenden
Integration, in der Gleichzeitigkeit von
mehrfachen supra- und inter-nationalen Formationen)
gehört auch diejenige Vermischung von nationalen,
sozialen, sozialistischen, avantgardistischen,
anarchistischen, christlichen oder konservativen
Inhalten, die das Ende des neunzehnten Jahrhunderts
ausmachten und deren Folgen zum Teil auch
die Entwicklungen des zwanziger und dreissiger
Jahre bestimmt hatten. Einige sehr lehrreiche
Beispiele bringt Gerd-Klaus Kaltenbrunner
("Vom Konkurrenten von Karl Marx zum
Vorlaeufer Hitlers: Eugen Dühring",
37.)
(3) Max Weber Grunddefinition lautet so:
"Zwischen der emphatischen Bejahung,
epmhatischen Ablehnung und endlich völliger
Indifferenz gegenüber der Idee der 'Nation'...steht
eine lückenlose Stufenfolge sehr verschiedenen
und höchst wandelbaren Verhaltens zu ihr
bei den sozialen Schichten auch innerhalb
der einzelnen Gruppe, denen der Sprachgebrauch
die Qualitaet von 'Nationen' zuschreibt.
Feudale Schichten, Beamtenschichten, erwerbstaetiges
'Bürgertum' der untereinander verschiedenen
Kategorien, 'Intellektuellen'-Schichten verhalten
sich weder gleichmaessig noch historisch
konstant dazu..." (Wirtschaft und Gesellschaft,
a.a. O. 55).
-adatok, egy-két mondat-Eher noch auf der
Ebene der Metaphorik oder einer Option, nichtsdestoweniger
nicht chancenlos für eine der möglichen Interpretationen
dieser gegenstaendlichen Vielfalt der einzelnen
"Nationen", bzw. "Nationalismen"
erscheint uns Lembergs folgende Idee: "Einen
Hinweis, auf das Funktionieren der hier in
Rede stehenden Integrationsideologien - man
könnte sagen: Aggregatzustaende - , in denen
nationale oder quasinationale Grossgruppen
auftreten. Er zeigt solche Gruppen auf verschiedenen
Stufen der Festigkeit, Konsistenz, Organisation,
Intensitaet des Bewusstseins" (Ideologie
und Gesellschaft, 210.- Sperrung: E.K.) -
Schon an dieser Stelle waere aber die Überlegenheit
Fouillée's selbst noch über Lemberg unter
Beweis zu stellen. Waehrend Lembergs Begriffe
nach Masseinheiten, Proportionen und Grössenordnungen
schreien und bei ihrer Definition gleich
zu metaphysischen oder zumindest quasi-metaphysischen
Kriterien werden sollten, bleibt Fouillée
stets bei den Akten der realen menschlichen
Interaktionen. An dieser Stelle sei darüber
hinaus nochmals stark unterstrichen, dass
die in diesem Begriffskonflikt einander gegenüberstehenden
zwei soziologischen Ansaetze die von der
Soziologie immer wieder ausgehenden Impulse,
die Nation soziologisch zu interpretieren,
überhaupt nicht erschöpfen. Ein Beispiel
für einen dritten Ansatz s. Bálint Balla,
"Nation and Expansionism - Viewed by
a Sociology of Scarcity", a.a.O. - Zu
Webers wahrlich "klassischen" soziologischen
Ansatz (unter anderen: die Suche nach den
soziologisch identifizierbaren Gruppen, die
ihren Nationalismus artikulieren) gehört
auch der Vergleich mit jenen noch "vor-soziologischen"
Auffassungen, die den Nationalismus etwa
direkt, d.h. ohne soziologische, psychologische
oder sonst welche sozialwissenschaftliche
Kategorisierung als eine "Objektivation"
beschrieben haben, die eine geistige Existenz
hat. Dass die Aehnlichkeit dieser Einstellung
zu Hegel an dieser Stelle diesen Richtungen
wenig helfen kann, versteht sich von selbst.
Ein typisches Beispiel: "Dass der Charakter
einer Nation in ihren geistigen Schöpfungen
einen allen sonstigen Zeugnissen überlegenen
Ausdruck findet, weil die Dokumente der Geistesgeschichte
mehr als die der aeusseren Kultur in die
Tiefe der Volksseele blicken lassen, ist
bekannt genug " (Wilhelm Wundt, Die
Nationen und ihre Philosophie, a.a.O.III.).
(5) Treffend beschreibt die Situation auch
Eugen Lemberg: "Je mehr sich im Zeitalter
der Selbstkonstituierung und Abrenzung der
modernen Nationen und der daraus entstehenden
Nationalitaetenprobleme die Gelehrten bemüht
haben, ihre Definitionen auf einem eindeutigen
oder wenigstens dominierenden Kriterium zu
begründen, desto resigniertere Töne schlagen
sie an. Sie ziehen sich auf verschiedene
Kombinationen solcher Merkmale zurück."
Ideologie und Gesellschaft, 199. - Aehnliche
Einsichten formuliert auch Peter F. Sugar:
"Most writers concerned with nationalism,
national minorities, national self determination,
and other related problems have tried their
hand at defining the meaning of the numerous
terms and concepts that must be clearly understood
if the discussion of these complex issues
is to result in their clarification and not
in additional confusion. That they are seldom
understood, let alone clearly, is proved
both by the ever recurring need to define
the same terms and by the fact that these
definitions have not been universally accepted"
(Peter F. Sugar, "External and Domestic
Roots of Eastern European Nationalism",
a.a.O. 3.).
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